Wundervolle Tage liegen hinter uns. Im Stift Urach haben wir ein “Rendezvous am Wochenende” veranstaltet – in einer tollen Location mit tollen Teilnehmern. Höhepunkt war am Samstagabend ein Candle-Light-Dinner im Gewölbekeller des historischen Gebäudes. Jedes Paar hatte einen festlich geschmückten Tisch für sich, und es gab ein edles Drei-Gänge-Menü. Wir haben im Programm mehrere der 10 Great Dates vorgestellt. Beim Thema “Aufgaben teilen” durften die Paare aus ein paar Blättern Papier und Klebstoff einen Turm bauen (Foto). Absolut faszinierend, auf was für Ideen die Leute gekommen sind. Vom Stuttgarter Fernsehturm bis zu einem Kirchturm war alles dabei. Die Paare haben die gemeinsame Zeit genossen, hatten viel Spaß und konnten ihre Beziehung vertiefen.
Und weil’s so schön war, gibt es das “Rendezvous am Wochenende” nächstes Jahr wieder. Ausschreibung folgt später, Termin ist 3,/4. Mai 2014.
Heute hat der katholische Radiosender Radio Horeb eine Stunde lang mit uns über die”10 Great Dates” gesprochen – in der hübschen Übersetzung “10 erfrischende Verabredungen”. Moderatorin Anjuta Engert wollte von uns wissen, wie gute Ehen besser werden, wie wir unserer Beziehung Priorität geben, was wir für ein kreatives Liebesleben tun können und wie wir als Christen mit schwierigen Situationen in der Partnerschaft umgehen. Wer’s nachhören mag, kann sich das Gespräch hier herunterladen.
Klagen wir nur über die Krise, in der sich die Ehe befindet – oder sind wir auch bereit, etwas dagegen zu tun?
Das Programm der 10 Great Dates ist eines der ansprechendsten, niedrigstschwelligen Angebote, um Ehepartner dafür zu gewinnen, neu in ihre Beziehung zu investieren. Es ist einfach, aber nicht oberflächlich. Es macht Spaß, klammert schwierige Themen aber nicht aus.
Wir bieten am Samstag, 23. Juni 2012, in Reichelsheim (Odenwald) einen Tag für Verantwortliche und Multiplikatoren an, die das Programm der 10 Great Dates kennen lernen und für ihre Gemeindearbeit, in Gruppen und Kursen nutzen wollen. Das richtet sich auch an alle, die ein unkompliziertes, leicht realisierbares Konzept der Ehearbeit suchen.
Jedes Teilnehmer-Paar wird an diesem Tag Gelegenheit bekommen, Teile der 10 Great Dates für die eigene Partnerschaft zu testen. Dieser Tag bringt doppelten Gewinn: Einmal für die eigene Beziehung und zum andern für jene, die die Teilnehmer mit den Great Dates in Ihrem Umfeld erreichen wollen. Eine Teilnahme als Ehepaar wird empfohlen.
Interesse? Hier geht’s zur Anmeldung.
Wir haben alle den Spruch schon mal gehört: Das Gute ist der Feind des Besten. Das gilt gerade für unsere Ehen. Warum besser werden, wenn alles gut läuft? Geldfragen sind geregelt, Erziehungsfragen sind geregelt, Freizeitaktivitäten sind geregelt, Sex ist geregelt. Dumm nur, dass wir mit dem Guten nie dauerhaft zufrieden sind. Stillstand ist Rückschritt. Deshalb sollten wir in dem Bemühen nie nachlassen, an der Qualität unserer Ehe zu arbeiten.
Dazu muss man keine großen Gespräche führen oder gemeinsam gute Vorsätze formulieren. Es reicht schon, wenn einer anfängt, die Beziehung (weiter) zu verbessern. Meistens merkt der andere was – und zieht dann gerne mit.
Woher bekommen wir nun Inspiration, unsere Ehen zu verbessern?
- Lest Bücher.
Es gibt viel nützliche Literatur zur Ehe, die man alleine oder gemeinsam lesen kann. Wir haben jüngst das Buch “Liebe und Respekt” entdeckt, das einige erhellende Dinge über die Bedürfnisse von Mann und Frau bereit hält. Ein schöner Ratgeber zum Thema Sex in der Ehe ist Kevin Lemans “Licht an, Socken aus“. Und natürlich empfehlen wir nach wie vor vorbehaltlos die “10 Great Dates für eine prickelnde Partnerschaft“.
- Lest Blogs.
In deutscher Sprache gibt es dazu leider nur sehr wenig (wir selbst beteiligen uns mit dieser Seite). In englischer Sprache sieht es deutlich besser aus. Seiten von marriagementor, simplemarriage, Gottman Institute oder themarriagebed bieten in der Regel täglich Impulse zum Eheleben. Da sind ganz nützliche Angebote dabei.
- Nehmt eine Auszeit.
Paare – gerade auch die mit kleinen Kindern – sollten sich Zeiten reservieren, in denen Sie ungestört ausgehen oder auf andere Weise Zeit zu zweit verbringen. Solche Termine sind mit Priorität zu behandeln.
- Besucht ein Eheseminar.
Dazu gibt es verschiedene Anbieter, etwa Team F. Wir selbst haben gerade ein wundervolles Wochenende im Stift Urach hinter uns, das die teilnehmenden Paare in vollen Zügen genossen haben. Das Ganze soll im kommenden Jahr wiederholt werden (Termin geben wir noch bekannt).
Habt Ihr weitere Ideen, wie gute Ehen besser werden können?
In der Ausgabe des “Spiegel” von dieser Woche (Nr. 14/2012) gibt der Alt-68er und Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit auf die Frage nach den drei größten Dummheiten seines Lebens Folgendes an dritter Stelle an:
Meine kindliche Abneigung gegen das Heiraten. Ich lebe jetzt seit 30 Jahren mit meiner Frau zusammen, aber wir feierten erst nach 15 Jahren Hochzeit. Damals war unser Sohn schon sieben.
Diese selbstkritische Sicht finden wir super. Sie sollte auch andere Menschen dazu bringen, über ihre heiratskritischen Motive nachzudenken.
Eines stimmt allerdings nicht: dass eine Abneigung gegen das Heiraten “kindlich” wäre. Kinder kennen diese Abneigung prinzipiell nicht. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört es, “Vater, Mutter, Kind” zu spielen – wobei in diesem Spiel die Eltern in der Regel verheiratet sind.
Gibt es Methoden, eine Ehe “scheidungssicher” zu gestalten? Eine amerikanische Internetseite hat zumindest mal verschiedene Forschungen zusammengetragen und die Statistik in – zugegebenermaßen teilweise schwer umzusetzende – Verhaltensregeln umgemünzt.
- Gib das Rauchen auf
Der Nikotinverzicht ist geradezu von entscheidender Bedeutung, wenn nur einer der Partner raucht. Einer Studie aus dem Jahr 2010 zufolge macht das “einseitige” Rauchen in einer Ehe mehr Probleme als eine unterschiedliche Religionszugehörigkeit oder unversöhnliche Unterschiede in Sachen Familienplanung. Die Scheidungswahrscheinlichkeit steigt um 76 bis 95 Prozent, wenn nur einer der beiden qualmt. Doch selbst wenn beide am Glimmstängel hängen, haben sie noch eine um 53 Prozent höhere Scheidungswahrscheinlichkeit als Nichtraucher.
- Werde Optiker
Kein Witz: Es gibt Berufsgruppen, in denen es fast nie zur Scheidung kommt. Und die Optiker haben nur eine Scheidungsrate von 4 Prozent. Wer sich aber nicht zum Optiker durchringen kann, sollte es als Bauer oder Nuklearingenieur versuchen. Auch in diesen Jobs ist man offenbar sehr viel weniger scheidungsanfällig. Am wahrscheinlichsten geschieden werden die Ehen von Masseuren, Tiertrainern und Mathematikern.
- Teilt die Hausarbeit
Das traditionelle Modell des berufstätigen Mannes mit einer Mutter und Hausfrau an seiner Seite nimmt vielen Paaren den Stress – insbesondere im Vergleich zu Doppelverdienern mit Kindern. Aber wenn beide Geld verdienen müssen, kommt es entscheidend darauf an, dass sich auch beide an der Hausarbeit beteiligen. Alle Statistiken dazu zeigen, dass selbst bei zwei verheirateten Vollverdienern die Hausarbeit ganz überwiegend von den Frauen geleistet wird. Genau solche Ehen haben aber auch ein doppelt so hohes Scheidungsrisiko.
- Wohne in einem von Demokraten regierten Bundesstaat [hilft nur in den USA]
Diese Empfehlung kann nur für Paare in den USA gelten. Es hat sich zur Überraschung vieler gezeigt, dass in den liberalen, von Demokraten regierten Staaten die Scheidungsrate etwas niedriger ist als in Republikaner-Staaten. Die Gründe dafür sind nicht ausreichend erforscht, aber es könnte teilweise an den deutlich früheren Hochzeiten in den konservativen Staaten liegen, die zu mehr Scheidungen führen. Eine Analyse über die Scheidungsraten in rot-grünen, schwarz-gelben und farblich anders kombinierten Landesregierungen in Deutschland liegt uns nicht vor – und es wechselt hierzulande wohl auch häufiger als in den USA.
- Verbringe Deine Freizeit mit Verheirateten
Wer in seinem Umfeld mehr Geschiedene hat, neigt selbst stärker zur Scheidung. Für die Familie gilt das besonders: Wer einen Bruder oder eine Schwester hat, die sich von ihrem Ehepartner getrennt hat, wird mit einer um 22 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit selbst eine Scheidung durchmachen. Eine ähnliche Tendenz gibt es für den Freundeskreis. Der sollte in dieser Hinsicht sorgsam ausgewählt werden.
- Heirate einen Mitschüler/ eine Mitschülerin
Eine sehr umfangreiche Analyse der Daten einer Internet-Dating-Seite hat herausgefunden, dass die Ehen unter Paaren, die sich schon von der Schule kennen, um 41 Prozent seltener geschieden werden als der Durchschnitt. Das ist eine Bestätigung einer anderen Beobachtung, über die wir neulich gebloggt haben. Umgekehrt gilt: Vorsicht vor Bar-Bekanntschaften. Wer dort seinen Ehepartner kennengelernt hat, lebt mit einem um 24 Prozent erhöhten Scheidungsrisiko.
- Zeugt Söhne
Auch das gehört zu den Skurrilitäten der Statistik (Datengrundlage sind allerdings über 3 Millionen Paare!): Töchter erhöhen das Scheidungsrisiko, Söhne senken es. Wird zuerst eine Tochter geboren, erhöht das Paar die Wahrscheinlichkeit einer Trennung um 5 Prozent; bei drei Töchtern sind es sogar 10 Prozent. Es kann einerseits an einer kulturell überlieferten Sehnsucht der Väter nach einem Sohn liegen – oder bei kritischen Ehen daran, dass Mütter ihre Töchter vor dem problematischen Einfluss ihres Vaters schützen wollen. Immerhin wird die große Mehrheit der Scheidungen von den Gattinnen eingereicht.
So eigentümlich manches statistische Ergebnis scheint, so kann man doch auch daraus Nutzen ziehen. Die Zahlen machen uns Gefährdungen bewusst, die wir vielleicht gar nicht im Blick hätten. Sie sollen keinen Fatalismus in uns auslösen (“als rauchender Masseur und Vater von drei Töchtern ist meine Ehe ohnehin keinen Pfifferling mehr wert”), sondern uns zu Gegenstrategien motivieren, damit der Mensch an unserer Seite wirklich der Partner fürs Leben bleibt.
Den ursprünglichen Text samt verlinkter Quellen gibt es hier.
Geteiltes Leid ist halbes Leid – das gilt für Frauen. Geteilte Freude ist doppelte Freude – das gilt für Männer. Zumindest legt eine neue Studie der Amerikanischen Psychologischen Vereinigung (apa) nahe, dass Männer und Frauen in einer Beziehung unterschiedliche Erwartungen daran haben, was der Partner wahrnehmen soll. Das Ergebnis in Kürze: Frauen wünschen sich, dass ihre Männer wahrnehmen, wenn sie sich ärgern oder traurig sind; Männer wollen es dagegen wissen, wenn ihre Frau oder Freundin glücklich ist.
In dem Versuch wurden Videos von Paaren aufgenommen, die sich über starke Emotionen – positive wie negative – aufgrund zurückliegender Erlebnisse unterhalten. Später schauten sie sich getrennt das Video an und füllten danach einen Fragebogen aus, in dem sie über die Zufriedenheit mit ihrer Partnerschaft Auskunft geben. Der Zusammenhang ist der Studie zufolge eindeutig: Die Frauen fühlten sich in der Beziehung glücklicher, wenn der Mann ihre Unzufriedenheit richtig deutete – die Männer, wenn sie die glücklichen Gefühle ihrer Partnerin richtig deuteten.
Generell sind die Paare, die an den Gefühlen des anderen Anteil nehmen, glücklicher als solche, denen es an Empathie mangelt. Es lohnt sich also, sich intensiver damit zu beschäftigen, wie es meiner Frau/meinem Mann geht – das Zufriedenheits- und Glückslevel steigt!
Eine Zusammenfassung der Studie (engl.) gibt es hier.
Dass wir auf dieser Seite keine Werbung für Seitensprünge machen, dürfte auch der flüchtige Leser merken. Seitensprünge sind einer der häufigsten Trennungsanlässe für Paare (auch wenn die Gründe für das Auseinandergehen tiefer liegen dürften). Sie geben den schnellen Kick, stehen aber dem dauerhaften Glück im Wege. Dennoch ist ein heimliches Ausbrechen aus der Ehe oder Partnerschaft unheimlich attraktiv – anders ließe sich der Erfolg von Seitensprungagenturen und anderen in diese Richtung zielenden Angeboten nicht erklären.
Deshalb freuen wir uns über eine neue Internetseite namens statt-seitensprung.de. Johannes Faupel, katholischer Berater und Therapeut aus Frankfurt am Main, holt auf dieser Seite Menschen ab, die in der Versuchung stehen. Er nimmt ihre Gefühle ernst, bietet ihnen aber auch eine andere Sicht und vermittelt zusätzliche Informationen. Wir finden: Wenn auch nur einer sich durch dieses Webangebot vom Seitensprung abhalten lässt, hat sich der Internetauftritt gelohnt (oh, gerade sehen wir, das schreibt der Anbieter ja selbst!)
Gute Arbeit, Johannes Faupel!
… etwas für seine Ehe zu tun. Zwei davon wollen wir kurz vorstellen. Sie sind am selben Wochenende, so dass Ihr Euch nicht für einen Termin entscheiden müsst, sondern nur für eine Region.
Unsere Freunde Claudia und David Arp geben am Samstag, 5. Mai, in Berlin ihr Seminar “Rendezvous am Samstag”. Die beiden haben die 10 Great Dates entwickelt und werden das Konzept in der Bundeshauptstadt gemeinsam mit dem in Deutschland neuen “Couple Checkup” vorstellen. Mit Sicherheit ein lohnenswerter Tag mit Tiefgang. Weitere Informationen gibt es hier.
Wer statt dem Lärm der Großstadt lieber die Zurückgezogenheit eines Einkehrhauses mag, sollte am 5. und 6. Mai mit seinem Ehepartner ins Stift Urach bei Reutlingen kommen. Wir – Susanne und Marcus Mockler – bieten ein Kurzseminar für Ehepaare an, das ebenfalls auf den “10 Great Dates für eine prickelnde Partnerschaft” basiert und ein Candle-Light-Dinner im heimeligen Gewölbekeller des Stifts beinhaltet. Hier die Ausschreibung auf der Seite des Stifts:
Wie unsere Ehe (noch) besser wird. Dass eine Ehe an Tiefe gewinnt und in allen Bereichen beglückender wird, funktioniert nicht automatisch. Dieses Wochenende wird ganz ohne Stress (und ohne Gruppengespräche!) dazu dienen, die gemeinsame Freude zu vertiefen – ein romantisches Candle-Light-Dinner am Samstagabend inklusive!
Hier geht’s zur Anmeldung.
Den Auftritt von Susanne Mockler im “Nachtcafé” mit Wieland Backes hatten wir ja angekündigt. Es war eine Sendung mit illustren Gästen, die das Thema “Partnerlos glücklich?” aufarbeiteten.
Nun steht die Talkshow – zeitlich begrenzt – im Internet zur Verfügung. Wem die eineinhalb Stunden zu lang sind, den laden wir ein, bei Minute 35’10 reinzuzappen – da steht Susanne für ein paar Fragen im Mittelpunkt.
Der bezaubernde, junggebliebene Mann im Halbdunkel links hinter ihr ist übrigens der Ehemann, ohne den sie sich laut Einblendung das Leben nicht vorstellen kann. Danke dafür!
Das Video lässt sich momentan auf dieser Seite in der rechten Spalte anklicken.





