Wie die Liebe bleibt

Die Liebe kultivieren - auch in der Langzeitehe.
Die Liebe kultivieren – auch in der Langzeitehe. mohamed_hassan / Pixabay

„Wo wir nun mal verheiratet sind, könnten wir doch alles dafür tun, die bestmögliche Ehe zu führen.“ Dieser von meinem Mann mit einem Augenzwinkern ausgesprochene Satz, bringt das Geheimnis der Liebe in einer gelingenden Ehe auf den Punkt.

Iris Krasnow, amerikanische Bestseller-Autorin und Journalismus-Professorin, sieht das genauso. Sie berichtet aus ihrer jahrelangen Recherche-Arbeit zum Geheimnis guter Beziehungen. Die anfängliche Euphorie der Verliebtheit, bedingt durch eine Überproduktion von Hormonen, die die sexuelle Anziehung und Bindung fördern, sei biologisch auf Dauer unhaltbar und lasse nach zwei bis drei Jahren nach.

Von Verliebtheit zur Liebe

Das bedeute aber nicht zwangsläufig das Aus für die Liebe. Im Gegenteil: Viele Paare gaben ihr Auskunft darüber, wie sie es geschafft haben, über lange Jahre zusammen zu bleiben und aus der Verliebtheit tiefe Liebe und Zuneigung wachsen zu lassen.

Folgende drei Punkte fand Krasnow als Geheimnis beständiger Liebe:

1. Das Normale schätzen

Das Ausgefallene ist oft reizvoll aber flüchtig. Dagegen sehnen sich Menschen nach dem verlässlichen Partner und nach Beständigkeit in unsicheren Zeiten. Das Glück, als Vertraute den Alltag teilen zu dürfen und im anderen einen sicheren Hafen zu haben, sollten Ehepaare bewusst würdigen.

2. Reden und Berühren

Das sind zwei Arten von Kommunikation, die in der Regel Hand in Hand gehen: Die glücklichen Paare haben in den langen Jahren nie aufgehört, einander zu erzählen und zuzuhören, sich aber auch durch den Austausch von Zärtlichkeiten einander mitzuteilen. Intimität verändert sich zwar mit den Jahren, sollte aber in keinem Alter aufhören.

3. Niemals den Partner für das eigene Glück verantwortlich machen

Viele machen den Fehler, im anderen die Erfüllung ihrer Wünsche und die Lösung ihrer Probleme zu suchen. Dies sei das „Ticket zur Scheidung“, so Krasnow. Tatsächlich ist jeder Mensch für seine persönliche Entwicklung verantwortlich, und dem Partner sollte nicht die Rolle, die allein Gott ausfüllen kann, zugeschoben werden.

 

Zuerst veröffentlicht in ideaSpektrum.

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