Stuttgarter Institutsleiter warnt vor “Effizienz-Pädagogik”

Dr. Rainer Patzlaff, Leiter des Stuttgarter Instituts für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie, sprach in Ulm über die Kindheit im Beschleunigungswahn. Das Fazit laut einem Artikel in der Südwestpresse:

Dass antiautoritäre Erziehung Käse gewesen sei, sei heute Konsens. “Sie wurde per Staatsbegräbnis beerdigt.”

Ein solches “Staatsbegräbnis” wünscht sich Patzlaff auch für die aktuell grassierende Effizienz-Pädagogik. Denn die Entwicklungsprozesse eines Kindes ließen sich nun mal nicht beliebig beschleunigen. Konkret: Frühere Einschulung, achtjähriges Gymnasium und zunehmender Leistungsdruck machen aus Kindern später keine lebenstüchtigeren Menschen.

Genauso wenig wie der frühe Umgang mit Computern spätere Computerexperten erzeugt. “Meine besten Programmierer sind die, die als Kind keinen Computer hatten”, hat ein Firmenchef Patzlaff einmal erzählt.

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