Langzeitpaare haben mehr Glück (4/5): Affären lohnen nicht

Lockend, aber nicht lohnend: außereheliche Affären. Foto: flickr/tonythemisfit

Die US-Studie zur sexuellen Zufriedenheit von Langzeitpaaren, über die wir bereits drei Einträge gebloggt haben, hat auch eine Botschaft zum Thema Heiraten: Das Herumexperimentieren mit Partnern vor oder außerhalb der Ehe ist kein sexueller Glücksfaktor. Die Zahlen belegen, dass die Wahrscheinlichkeit der Zufriedenheit auf diesem Gebiet sogar sinkt, wenn man Beziehung auf Probe lebt oder “Seitensprünge” riskiert.

Die Unterschiede sind nicht gravierend. Aber sie machen eines deutlich: Die Suche nach sexuellem Glück außerhalb der Ehe bringt, statistisch gesehen, gerade nicht den Erfolg, den man sich davon verspricht. Wenn man dazu die ganzen anderen Probleme hinzurechnet, die sich mit nicht- und außerehelichen Beziehungen ergeben, so lässt das nur einen Schluss zu: Es lohnt sich nicht. Man muss also kein Moralist sein, um solchen Verhaltensmustern kritisch gegenüber zu stehen.

Die Faszination einer Affäre bleibt natürlich – insbesondere, wenn man in einer Ehe gerade eine sehr unbefriedigende Phase durchmacht oder das Alleinsein kaum mehr aushält. Da scheint das Gras auf der anderen Seite tatsächlich grüner … Doch ich habe dieser Tage den schönen Spruch gelesen: “Das Gras ist grüner … wo Du es bewässerst.” Das sollte Verheiratete motivieren, einer dürren Beziehung neues Leben einzuhauchen, auch wenn das vorübergehend mühevoll ist. Und Singles sollten sich dafür entscheiden, in die Anbahnung einer verlässlichen Partnerschaft zu investieren. Die Ernte wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wundervoll sein.

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