Langzeitpaare haben mehr Glück (2/5): Men at Work

Küssen macht glücklicher. Foto: flickr/alakulo
Im ersten Teil dieser Serie zu einer US-Studie ging es darum, dass entgegen aller Vorurteile die sexuelle Zufriedenheit in Langzeitbeziehungen statistisch erheblich zunimmt und eben nicht in Langeweile erstickt. Machen wir im zweiten Teil doch gleich mit den Vorurteilen weiter. Manche Vorurteile gehen etwa so: Während Männer beim Sex den schnellen Höhepunkt anstreben, wollen Frauen reden, küssen, kuscheln. Männer sind schnell zufriedenzustellen, Frauen kaum.

Die amerikanischen Forscher haben hingegen andere Zusammenhänge entdeckt. Zärtlichkeiten im Alltag machen es wahrscheinlicher, dass eine Beziehung glücklich ist – das gilt überraschenderweise in stärkerem Maß für Männer als für Frauen. Den Männern hilft körperliche Nähe (ohne Sex) anscheinend sehr viel mehr für ihre Lebenszufriedenheit als allgemein angenommen. Und die unterstellte Gleichgültigkeit des Mannes gegenüber dem Lustempfinden seiner Partnerin lohnt sich offenbar nicht. Im Gegenteil: Je mehr sich ein Mann darum kümmert, seine Frau zum Orgasmus zu bringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass er selbst sexuelle Zufriedenheit erlebt.

Unsere sozialwissenschaftlich geschulten Freunde werden hier wieder – zu Recht – fragen, was eigentlich Ursache und was Wirkung ist. Sind es die Glücklichen, die zum Kuscheln neigen, oder sind es die Kuschelnden, die durch diese Tätigkeit glücklich werden? Sind es die sexuell Zufriedenen, die sich um die Lust des andern kümmern – oder bewirkt erst dieses Kümmern die Zufriedenheit?

Solange sich diese Fragen nicht klären lassen, hilft einfach nur: ausprobieren. Männer, kuschelt und küsst und streichelt und lasst Euch von Eurer Frau erklären (bzw. zeigen), was ihr richtig gut tut. Und wenn ihr selbst dabei glücklicher werdet – umso besser!

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