Artikel-Schlagworte: „Psychologie“

Humphrey Bogart, der diese Worte in dem Film Casablanca seiner Filmpartnerin Ingid Bergman zuraunt, hätte seine Freude an folgendem Film der Kreativagentur „soulpancake“ gehabt.  Der Hammer, was Blickkontakt bewirkt. Wann habt Ihr Euch das letzte Mal tief in die tief in die Augen geschaut?

 

Positive Gefühle lassen die Ehe halten. Foto: flickr/shelleyp

Spannend, spannend: Wir haben in dem renommierten Magazin „Psychology Today“ einen älteren Artikel entdeckt, der das Konzept der „10 Great Dates“ indirekt stark unterstützt.

Dort geht es um die Frage, was eine Ehe halten lässt. Und der Schluss einer Studie dazu lautet: Bislang lag der Fokus darauf, Paaren beizubringen, wie sie Konflikte lösen. Tatsächlich zeigt sich aber: Es geht darum, so viele positive Gefühle zu entwickeln, dass diese auch in der Krise nicht verloren gehen. Positive Gefühle haben eine stärkere Kraft als Konfliktlösungsstrategien!
Hier kommen die „10 Great Dates“ ins Spiel. Sie dienen dazu, den Tank der positiven Gefühle aufzufüllen, so dass ihn auch eine Auseinandersetzung oder ein Missverständnis nicht gleich wieder leeren kann. Die „10 Great Dates“ sind eine Investition in eine glückliche Ehe und damit in ein glückliches Leben.
Den vollständigen Artikel (engl.) gibt es hier.

Lockend, aber nicht lohnend: außereheliche Affären. Foto: flickr/tonythemisfit

Die US-Studie zur sexuellen Zufriedenheit von Langzeitpaaren, über die wir bereits drei Einträge gebloggt haben, hat auch eine Botschaft zum Thema Heiraten: Das Herumexperimentieren mit Partnern vor oder außerhalb der Ehe ist kein sexueller Glücksfaktor. Die Zahlen belegen, dass die Wahrscheinlichkeit der Zufriedenheit auf diesem Gebiet sogar sinkt, wenn man Beziehung auf Probe lebt oder „Seitensprünge“ riskiert.

Die Unterschiede sind nicht gravierend. Aber sie machen eines deutlich: Die Suche nach sexuellem Glück außerhalb der Ehe bringt, statistisch gesehen, gerade nicht den Erfolg, den man sich davon verspricht. Wenn man dazu die ganzen anderen Probleme hinzurechnet, die sich mit nicht- und außerehelichen Beziehungen ergeben, so lässt das nur einen Schluss zu: Es lohnt sich nicht. Man muss also kein Moralist sein, um solchen Verhaltensmustern kritisch gegenüber zu stehen.

Die Faszination einer Affäre bleibt natürlich – insbesondere, wenn man in einer Ehe gerade eine sehr unbefriedigende Phase durchmacht oder das Alleinsein kaum mehr aushält. Da scheint das Gras auf der anderen Seite tatsächlich grüner … Doch ich habe dieser Tage den schönen Spruch gelesen: „Das Gras ist grüner … wo Du es bewässerst.“ Das sollte Verheiratete motivieren, einer dürren Beziehung neues Leben einzuhauchen, auch wenn das vorübergehend mühevoll ist. Und Singles sollten sich dafür entscheiden, in die Anbahnung einer verlässlichen Partnerschaft zu investieren. Die Ernte wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wundervoll sein.

Küssen macht glücklicher. Foto: flickr/alakulo

Im ersten Teil dieser Serie zu einer US-Studie ging es darum, dass entgegen aller Vorurteile die sexuelle Zufriedenheit in Langzeitbeziehungen statistisch erheblich zunimmt und eben nicht in Langeweile erstickt. Machen wir im zweiten Teil doch gleich mit den Vorurteilen weiter. Manche Vorurteile gehen etwa so: Während Männer beim Sex den schnellen Höhepunkt anstreben, wollen Frauen reden, küssen, kuscheln. Männer sind schnell zufriedenzustellen, Frauen kaum.

Die amerikanischen Forscher haben hingegen andere Zusammenhänge entdeckt. Zärtlichkeiten im Alltag machen es wahrscheinlicher, dass eine Beziehung glücklich ist – das gilt überraschenderweise in stärkerem Maß für Männer als für Frauen. Den Männern hilft körperliche Nähe (ohne Sex) anscheinend sehr viel mehr für ihre Lebenszufriedenheit als allgemein angenommen. Und die unterstellte Gleichgültigkeit des Mannes gegenüber dem Lustempfinden seiner Partnerin lohnt sich offenbar nicht. Im Gegenteil: Je mehr sich ein Mann darum kümmert, seine Frau zum Orgasmus zu bringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass er selbst sexuelle Zufriedenheit erlebt.

Unsere sozialwissenschaftlich geschulten Freunde werden hier wieder – zu Recht – fragen, was eigentlich Ursache und was Wirkung ist. Sind es die Glücklichen, die zum Kuscheln neigen, oder sind es die Kuschelnden, die durch diese Tätigkeit glücklich werden? Sind es die sexuell Zufriedenen, die sich um die Lust des andern kümmern – oder bewirkt erst dieses Kümmern die Zufriedenheit?

Solange sich diese Fragen nicht klären lassen, hilft einfach nur: ausprobieren. Männer, kuschelt und küsst und streichelt und lasst Euch von Eurer Frau erklären (bzw. zeigen), was ihr richtig gut tut. Und wenn ihr selbst dabei glücklicher werdet – umso besser!

Es dauert, aber es wird immer schöner: Sexuelle Zufriedenheit bei Langzeitpaaren. Foto: flickr/highoncontrast

Je länger die Beziehung, desto langweiliger der Sex. So das Vorurteil. Eine aufregende Studie der US-amerikanischen Universität von Indiana hat nun die sexuelle Zufriedenheit von Paaren in Verbindung mit ihrer Vorgeschichte und ihrem Verhalten untersucht. Die Studie befragte über 1.000 Paare aus Brasilien, Deutschland, Japan, Spanien und den USA, die durchschnittlich bereits 25 Jahre zusammen waren. Die Ergebnisse sind so interessant, dass wir ihnen in der kommenden Zeit mehrere Blogeinträge widmen wollen.

Eine faszinierende Beobachtung ist: Die sexuelle Zufriedenheit von Frauen wird rein statistisch betrachtet mit jedem Jahr größer, das sie in derselben Beziehung erleben. Hier muss man in großen Zeiträumen rechnen. Es ist offenbar normal, dass Frauen in den ersten Jahren der Partnerschaft sehr viel weniger Zufriedenheit im Bett erreichen als Männer. Das Glücksniveau auf diesem Gebiet gleicht sich in der Regel erst nach 15 bis 25 Jahren an.

Für eine beglückende sexuelle Gemeinschaft braucht es demnach insbesondere für Frauen etwas Geduld. Dieser Prozess kann zum Glück beschleunigt werden (darauf werden wir in einem späteren Blogeintrag eingehen), aber eben nicht dadurch, dass man den Partner wechselt. Das bedeutet: Eine Beziehung auf Lebenszeit lohnt schon deshalb, weil auf diesem Weg die Wahrscheinlichkeit für immer mehr und immer tiefere Glücksgefühle ansteigt. Und das ist alles andere als langweilig.

Allzu oft geben wir uns mit der Mittelmäßigkeit unserer Ehe ab. Wir erwarten nicht, dass sich die Dinge zum Besseren wenden, obwohl die meisten von uns auf dem einen oder anderen Gebiet schon positive Veränderungen erlebt haben. Doch nur wer weiterhin in die Ehe investiert, hat auch Chancen, Früchte seines Einsatzes zu ernten. Dazu drei Tipps:

  • Foto: flickr/myxchellie

    Durchbrecht das negative Denken

Wenn wir die Welt durch eine graue Brille sehen, kann der andere machen, was er will – für uns bleibt es grau. Für unsere Sicht und unsere Gefühle sind wir zu einem großen Teil selbst verantwortlich. Geben wir dem anderen ganz einfach wieder eine Chance und verharren wir nicht in einer unangemessenen Erwartungshaltung.

  • Erinnert Euch an das Verbindende

Im Streit oder auch im Alltagstrott vergisst man leicht, dass es ganz andere Momente in der Beziehung gab, wo man schon beim Gedanken an den Partner Schmetterlinge im Bauch hatte. Lassen sich die Situationen, in denen man solche Gefühle hatte, auf irgendeine Weise „nachbauen“?

  • Übernehmt neue Verantwortung für Eure Beziehung

Unser Problem ist, dass wir häufg den Partner für unser Glück verantwortlich machen. Geht’s uns schlecht, ist der andere schuld. Das entspricht manchmal der Realität, aber keineswegs immer. Verantwortung übernehmen heißt: Ich überlege mir, was ich tun kann, um die Beziehung positiv weiter zu entwickeln.

„Alles kann besser werden …“ singt Xavier Naidoo. Auch wenn er mit dem „Himmel auf Erden“ zu viel verspricht, weist er in die richtige Richtung. Das Bessere ist der Feind des Guten – und des Mittelmaßes allzumal.

In der Kino- und TV-Gesellschaft werden wir besonders stark geprägt von den Bildern, mit denen wir uns ständig konfrontieren. Besonders verheerend scheint hierbei die Darstellung von Frauen in der Werbung zu wirken  – makellose, schlanke (und immer magerere), in einem bestimmten Sinn perfekte Wesen. Dass diese Bilder heute mehr denn je das Ergebnis von elektronischer Bildbearbeitung sind und mit der Realität nichts mehr zu tun haben, illustriert nachfolgendes englischsprachige Video.

Unseren (Ehe-)Frauen sei gesagt: Wenn Ihr in den Wettbewerb mit per Photoshop perfektionierten Models treten wollt, habt Ihr verloren. Also vergesst es, lacht Euch im Spiegel an und freut Euch, dass Euer Schöpfer Euch schon wunderbar geplant hatte, als es noch keine Computer gab.

Über den Trenungsschmerz, den Kinder erleiden, wenn sie von ihren Eltern in den Kindergarten gebracht werden, schreibt die Ärztin und Journalistin Dunja Voos (www.medizin-im-text.de) in ihrem Blog.

Immer früher bringen Eltern ihre Kinder heute in den Kindergarten – oft zu einem Zeitpunkt, zu dem das Kind eigentlich zu dieser Trennung noch nicht bereit ist. Die Kinder werden dort oft „abgeliefert“, bei dem Personal- und Zeitmangel in den Einrichtungen ist es fast unmöglich, auf den seelischen Schmerz dieser Kinder einzugehen. Eltern sagen häufig: „Stell Dich nicht so an.“- Die Erzieher/-innen meinen: „Das wird schon.“ Tatsächlich hört das Kind irgendwann auf zu weinen, was bleibt ihm auch anderes übrig. Diese Resignation bedeutet nicht, dass das Kind den Schmerz verwunden hat. Voos nennt es eine „Ohnmachtsreaktion“ und erklärt, dass der beste Umgang mit diesem kindlichen Verhalten wäre, abzuwarten, bis das Kind von sich aus zur Trennung bereit ist. Dieser Zeitpunkt tritt bei jedem Kind ein, wenn es reif dafür ist. Falls sich die zu frühe Trennung nicht vermeiden lässt, sollte wenigstens der Schmerz des Kindes nicht verleugnet oder gar verspottet werden. Eine Weile weinen dürfen auf dem Arm der Mutter, ein einfühlsames Wort und echtes Mitgefühl können der kindlichen Seele bei der Verarbeitung des Trennungs-Traumas eher helfen als rohe Abweisung oder sture Ignoranz.

Rainer Sturm, pixelio.de

Die amerikanische Journalistin Ginger Kolbaba hat sich an ein gewagtes Interview gemacht: Sie sprach mit vier Sextherapeuten über eine christliche Sicht von Sexualität, aber auch über die Probleme, denen christliche Paare gegenüber stehen.

Paare stellen manchmal die falschen Fragen. Foto: rabbrown/flickr

Ein paar Thesen der Befragten:

* Jedes Paar muss sich im Lauf der Partnerschaft mit sexuellen Problemen auseinandersetzen. Jedes!

* Die meisten Paare haben erst nach 30 Jahren (!) richtig guten Sex.

* Die Frage „Was ist im Bett erlaubt?“ ist falsch gestellt. Die richtige Frage muss lauten: „Was dient meinem Partner?“

* Sex soll (auch) zur Ehre Gottes geschehen – wie alles, was Christen tun.

* Mit dem Alter verlieren viele Paare das Verspieltsein – aber genau das gehört in die sexuelle Gemeinschaft.

* Verbesserungen auf diesem Gebiet geschehen nicht immer über Nacht. Aber sie geschehen, wenn ein Paar sich auf den Weg macht.

Den Artikel in englischer Sprache gibt es hier.

Eine Zusammenfassung in englischer Sprache der Faktoren, die Langzeitehen beglückend machen.