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Als Ehepaar und Eltern machen wir uns schon seit einiger Zeit Sorgen, welche Konsequenzen die immer häufigere und immer frühere Abgabe von Kindern in Kinderkrippen haben wird. Nun hat die Tageszeitung „Die Welt“ einen alarmierenden Artikel veröffentlicht, der kritische Stimmen von renommierten Wissenschaftlern zusammenträgt. Wir befehlen den Beitrag insbesondere jungen Paaren an – sie müssen sich einfach informieren, welche Risiken mit der frühen Fremdbetreuung verbunden sind. Die Situation ist sehr viel dramatischer, als uns Wirtschaftsverbände und Familienministerium glauben machen wollen.

Der Beitrag steht online hier.

Wer das demografische Problem lösen oder zumindest entschärfen will, sollte sich unbedingt Gedanken machen, wie er die Ehe fördern kann. Darauf weist das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie in einem aktuellen Beitrag hin. Innerhalb der Ehe ist der Wunsch nach Kindern sehr viel stärker als außerhalb – selbst im Vergleich zu Langzeitpaaren ohne Trauschein.

Verheiratete wünschen sich in mehr als neun von zehn Fällen Kinder – das gilt für Frauen wie für Männer.

Nun wissen wir, dass viele erst heiraten, wenn das erste Kind unterwegs ist. Und dann fällt die Entscheidung für ein weiteres Kind deutlich leichter. Aber schon vorher gilt:

Basis des Kinderwunsches von Ehepaaren ist eine gewisse Verlässlichkeit: Trotz des gestiegenen Scheidungsrisikos sind Ehen noch immer stabiler als Partnerschaften ohne „formelle Verpflichtung“, die nicht selten schon nach wenigen Monaten wieder zerbrechen. Diese Flüchtigkeit und Unverbindlichkeit erschwert Unverheirateten die Entscheidung für Kinder.

Ein weiteres von vielen guten Argumenten für die Ehe 🙂

„Für eine wachsende Zahl von Deutschen sind einer Studie zufolge eigene Kinder keine Voraussetzung mehr zum Glücklichsein. Nach einer repräsentativem Befragung der „Bild am Sonntag“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium und dem Institut für Demoskopie Allensbach ist nur knapp die Hälfte der Bürger überzeugt, dass eigene Kinder eine Bedingung dafür sind, um wirklich glücklich zu werden. 47 Prozent sagen dies, während 33 Prozent der Deutschen anderer Meinung sind.“

Hier geht es zum vollständigen Artikel des epd.

Interessant ist bei der Befragung noch, dass diejenigen, die Kinder haben, dies weiterhin als sehr positiv empfinden:

„Bei allen Herausforderungen bereiten Kinder ihren Eltern aber vor allem Freude, wie sich weiter zeigte. 92 Prozent der befragten Mütter und Väter stimmen dieser Aussage zu. Auch Liebe (88 Prozent) und Lachen (88 Prozent) verbinden Eltern mit ihren Söhnen und Töchtern. 95 Prozent erfüllen ihre Kinder mit Stolz.“

Dr. Rainer Patzlaff, Leiter des Stuttgarter Instituts für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie, sprach in Ulm über die Kindheit im Beschleunigungswahn. Das Fazit laut einem Artikel in der Südwestpresse:

Dass antiautoritäre Erziehung Käse gewesen sei, sei heute Konsens. „Sie wurde per Staatsbegräbnis beerdigt.“

Ein solches „Staatsbegräbnis“ wünscht sich Patzlaff auch für die aktuell grassierende Effizienz-Pädagogik. Denn die Entwicklungsprozesse eines Kindes ließen sich nun mal nicht beliebig beschleunigen. Konkret: Frühere Einschulung, achtjähriges Gymnasium und zunehmender Leistungsdruck machen aus Kindern später keine lebenstüchtigeren Menschen.

Genauso wenig wie der frühe Umgang mit Computern spätere Computerexperten erzeugt. „Meine besten Programmierer sind die, die als Kind keinen Computer hatten“, hat ein Firmenchef Patzlaff einmal erzählt.