Artikel-Schlagworte: „Glück“

Humphrey Bogart, der diese Worte in dem Film Casablanca seiner Filmpartnerin Ingid Bergman zuraunt, hätte seine Freude an folgendem Film der Kreativagentur „soulpancake“ gehabt.  Der Hammer, was Blickkontakt bewirkt. Wann habt Ihr Euch das letzte Mal tief in die tief in die Augen geschaut?

 

Immer hilfreich: Zärtlichkeiten im Alltag. Foto: flickr/filipamachado

Die Botschaft der ersten beiden Teile unserer Serie über die sexuelle Zufriedenheit von Langzeitpaaren lautete: Es wird immer schöner, aber es dauert. In Zeiten von McDonald’s und anderen Angeboten der Instant-Befriedigung scheint dieser Weg etwas mühsam. Und wir fragen uns: Kann man den Weg nicht ein bisschen beschleunigen?

Es gibt keine Erfolgsgarantie, aber die Ergebnisse der amerikanischen Studie legen doch ein paar Schritte nahe, die sich als Katalysator auf die sexuelle Zufriedenheit auswirken könnten.

  • Zärtlichkeiten im Alltag

Menschen sind ganzheitliche Wesen. Sexualität lässt sich nicht auf das Bettgeschehen reduzieren. Wer sich im Alltag in den Arm nimmt, streichelt, küsst, scheint sich damit auch immer ein bisschen auf die körperliche Liebe einzustimmen. Unsere Freunde Claudia und David Arp stellen in ihren Seminaren an Teilnehmer die Frage, ob sie denn 20 Sekunden am Tag investieren könnten, um an der Verbesserung ihrer Beziehung zu arbeiten. Das bejaht natürlich jeder. Dann empfehlen Sie: Verabschiede Dich am Morgen mit einem zehn Sekunden langen Kuss von Deinem Partner. Und begrüße ihn beim Wiedersehen mit einem zehn Sekunden langen Kuss. Die Übung soll Wunder wirken.

  • Konzentration auf den Partner

Die verstorbene Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann hat einmal formuliert: „Nur auf Umwegen erreicht man das Glück.“ Damit meinte sie, dass das gezielte Streben nach dem eigenen Glück in der Regel erfolglos bleibt. Es sind eher Aktivitäten, auch Anstrengungen, Engagement für andere, was uns Glücksgefühle beschert. Das gilt ganz offenbar auch in der sexuellen Beziehung. Wer sich darauf konzentriert, den anderen glücklich zu machen, steigert erheblich seine Chancen, selbst glücklich zu werden. Das kann man üben.

  • Viel hilft viel

Die Paarstudie belegt, dass beide Partner davon profitieren, wenn sie häufiger miteinander Sex haben. Das erhöht generell die Wahrscheinlichkeit von mehr Glücksgefühlen und von stärkerer sexueller Zufriedenheit. Wer also unzufrieden ist, löst das Problem nicht dadurch, dass er sich dem anderen entzieht. Die Studie erklärt nicht die Ursachen, warum viel auch viel hilft. Vermutlich hat es etwas mit Übung zu tun, mit wachsender Vertrautheit, mit mehr Kreativität. Wer das alles auf den Samstagabend reduziert, wird sich schwer weiter entwickeln können.