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Ehen stärken – darum geht’s in Bad Blankenburg. / viamir / Pixabay

 

 

 

Verschiedentlich wurden wir angesprochen, ob wir nur im Südwesten Deutschlands auftreten oder auch mal in einem anderen Teil zu erleben sind. Dazu gibt es nun im Januar eine wundervolle Gelegenheit. Wir veranstalten im Allianzhaus im thüringischen Bad Blankenburg ein Seminar unter der Überschrift „Ehen stärken“. Gedacht ist es für Paare, die sich und andere für die Ehe begeistern wollen. Wie könnt Ihr als Paar in Euren Gemeinden konkret Ehen stärken und gleichzeitig selbst mehr vom „Ehe-Himmel“ sehen?

Gute Ehen besser machen

Hier unser Ausschreibungstext: „Soweit die Erde Himmel sein kann, soweit ist sie es in einer glücklichen Ehe“, schrieb Marie von Ebner-Eschenbach. In Gesellschaft und Gemeinde erleben wir, dass sehr viele Ehen zerbrechen. Dabei können wir so viel dafür tun, dass eine gute Ehe (noch) besser und die Partnerschaft so gestärkt wird, dass sie auch Krisenzeiten übersteht. Dieses Seminar zeigt Paaren praktische Wege, wie sie in ihren Gemeinden Ehen unterstützen können. Gleichzeitig lernen sie ein einfaches und begeisterndes Ehe-Programm kennen, durch das sie in ihrem eigenen Alltag mehr vom „Ehe-Himmel“ sehen.

 

Wollt Ihr gemeinsam mit uns Ehen stärken – die eigene und die anderer Paare? Wir freuen uns auf Euch in Bad Blankenburg. Weitere Informationen gibt es hier.

 

 

Ihr zwei auf einer einsamen Insel. Romantik? Eher eine Überlebensfrage. / StockSnap / Pixabay

 

 

 

Stell Dir vor, Du wärst mit Deinem Partner auf einer einsamen Insel gestrandet, und Ihr müsstet nun miteinander ums Überleben kämpfen. Da seid nur Ihr beide, viel Natur und die Herausforderung, Nahrung zu finden und sich vor der Witterung und vor wilden Tieren zu schützen. Wie würdest Du mit Deinem Partner umgehen? Nun, Du würdest alles tun, um Deinen Partner gesund und leistungsfähig zu halten. Seine Gegenwart ist ein Garant für ein besseres Leben. Du bist auf dieser Insel nicht allein, hast Unterstützung in gefährlichen Situationen, Ihr könnt zu zweit Herausforderungen leichter bewältigen. Sich vom Partner zu trennen, wäre buchstäblich lebensgefährlich.

Zu zweit allein

Die Wahrheit ist: Selbst wenn Du in einer Millionenstadt lebst, befindest Du Dich in Deiner Partnerschaft auf einer Insel. Eine Trennung hätte zwar nicht so dramatische Auswirkungen wie auf einer einsamen Insel, doch ansonsten sind die Parallelen unübersehbar. Auch Ihr braucht einander, um die (vor allem emotionalen) Bedrohungen dieser Welt besser aushalten zu können. Ihr braucht einander, um nicht zu vereinsamen (Facebook-Freunde sind übrigens keine gleichwertige Alternative), um in Lebenskrisen eine Stütze zu haben, um eine einigermaßen sichere Zukunft zu bauen.

Ihr braucht einander, um in Eurer Persönlichkeitsentwicklung und Eurem Denken nicht stehenzubleiben, um in Eurem Weltbild nicht zu erstarren, um als Individuum weiterzukommen. Selbstverständlich kann das in Teilen auch ein Kreis guter und enger Freunde abdecken. Aber aufgrund der geringeren Verbindlichkeit solcher Freundschaften lässt sich nur selten das Niveau erreichen, das eine Ehe ermöglicht.

Eine Zukunftsfrage

In einer engen Beziehung zu leben, kann sehr anstrengend sein. Ohne diese Beziehung auf seiner Lebensinsel zu bestehen, ist in der Regel noch sehr viel mühevoller. Es geht also um eine bessere Zukunft. Um Deine bessere Zukunft. Vielleicht sichert Dein Partner eines Tages Dein Überleben.

 

 

 

Hand anlegen – im Garten und in der #Ehe. / OpenClipart-Vectors / Pixabay

 

 

 

Es gibt den Witz über einen Pfarrer, der den Garten eines seiner neu zugezogenen Gemeindemitglieder bewunderte. Der Mann hatte ein altes Haus mit einem verwahrlosten Grundstück gekauft und in mühevoller Arbeit ein grünes Kleinod daraus gemacht. Immer wieder spazierte der Pfarrer dort vorbei. Als er eines Tages mal wieder den Hobbygärtner bei der Arbeit zwischen den Bäumen und gepflegten Beeten sah, machte er ihm ein Kompliment: „Da haben der liebe Gott und Sie aber einen wundervollen Garten geschaffen.“ Der Gelobte blickte auf, schaute etwas müde und antwortete: „Das stimmt. Aber Sie hätten den Garten mal sehen sollen, als ihn der liebe Gott noch alleine bewirtschaftete.“

Das Beste ist geschenkt

Der Witz ist keineswegs glaubenskritisch gemeint. Er illustriert vielmehr eine Wahrheit, die wir manchmal verdrängen. Das Beste im Leben ist uns geschenkt: unser Leben, unsere Gesundheit, die Menschen, die uns umgeben. Wir können das alles nicht „machen“. Gleichzeitig verlangen diese Gaben unseren vollen Einsatz. Bei einem verwilderten Garten leuchtet das jedem auch sofort ein. Aber bei unserem Ehepartner? Dabei ist er noch wertvoller als das Biotop vor dem Haus.

Es ist gut und richtig, Deinen Partner als Geschenk Gottes zu betrachten. Dazu gehört dann auch, die Ehe zu pflegen – Unkraut zu jäten, den gemeinsamen Boden aufzulockern, gute Saat auszubreiten. Dann wird Eure Ehe blühen.

Was tust Du HEUTE zur Pflege Deiner Ehe?

 

 

 

Die rosarote Brille als Sehhilfe in der #Ehe // Clker-Free-Vector-Images / Pixabay

 

 

 

Haltung ist alles. Und unsere Haltung anderen Menschen gegenüber ist eine Entscheidung – gerade auch bei unserem #Ehe-Partner. Wir entscheiden, ob wir den Schalter auf echte Liebe, auf Zuwendung, auf Anteilnahme, auf Unterstützung stellen. Oder ob wir auf Rückzug, Schweigen, Ignoranz und Ablehnung drehen.

 

Den Schalter justieren

Das Gute an dieser Erkenntnis ist: Wenn wir den Schalter versehentlich verstellt haben, können wir ihn auch wieder justieren. Wir entscheiden uns neu, unserem Partner Liebe zu zeigen. Ihm zuzuhören. Ihm zu helfen. Seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Wir können neu auf „Neugier“ schalten, um diesen wunderbaren (und manchmal gewiss auch eigenartigen) Menschen besser kennenzulernen. Wir können einen Filter gegen negative Gedanken aktivieren, die uns den Anderen madig machen wollen. Wir können die Zweifel löschen, die am Glauben an die Zukunftsfähigkeit unserer Ehe nagen.

Mit Dankbarkeit fängt es an. Die Amerikaner sprechen von der „attitude of gratitude„, die Haltung der Dankbarkeit. Sage Deinem Ehepartner mehrfach am Tag danke – für jede Gefälligkeit, für jeden Beitrag zu Eurem gemeinsamen Leben, für seinen tapferen Einsatz für die Kinder oder die Eltern, für seinen guten Geschmack (nicht nur bei der Partnerwahl 😉 ), für seine Nachdenklichkeit – und dafür, dass er oder sie das Leben mit Dir teilt.

 

Gute Seiten wahrnehmen

Haltung ist alles. Welche Haltung und Einstellung Du gegenüber Deinem Partner einnimmst, bestimmst im Wesentlichen Du selbst. Du denkst jetzt, wir wollten Dir einreden, den Menschen an Deiner Seite durch die rosarote Brille zu sehen? Ja, vielleicht ein bisschen. Wir sollten ihn vor allem in seinen guten Seiten wahrnehmen – in den Seiten, die einmal unsere Liebe und Leidenschaft entfacht haben. Es liegt auch an uns, ob diese tollen positiven Eigenschaften zum Erblühen kommen.

 

 

 

Du bist Romantiker? Dann geht’s in der #Ehe nicht ohne Enttäuschungen. / bngdesigns / Pixabay

 

 

 

Die romantische Liebe ist in der Weltgeschichte ein junges Phänomen. Kulturgeschichtlich sprechen wir erst im 19. Jahrhundert von der Romantik. Dass sich zwei Menschen (am besten auf den ersten Blick) unsterblich ineinander verlieben, dann heiraten und miteinander das Paradies auf Erden bebauen und bewahren – an so etwas hat in früheren Jahrhunderten kaum ein Mensch geglaubt. Ehen wurden arrangiert (was in weiten Teilen der Erde übrigens bis heute der Fall ist). Mann und Frau, auf diese Weise zueinandergezwungen, mussten und müssen lernen, das Beste daraus zu machen. Manchen gelang das besser, anderen überhaupt nicht.

Auf einer Gefühlsskala von 0 bis 10 gehen die arrangierten Partnerschaften wenig über 0 in die Ehe, die romantisch verliebten wenig unter 10. Und damit ist auch klar, wer in den ersten Jahren höchstwahrscheinlich die größeren Enttäuschungen erlebt. Das sind die Romantiker. Sie steigen im Hochgefühl in den Bund fürs Leben ein und entdecken mit der Zeit, wie schwierig der Partner sein kann und wie kompliziert es ist, die. Kohlen der Romantik am Brennen zu halten.

Romantik ist schöner

In den arrangierten Ehen ist es umgekehrt: Am Anfang stehen geringe Erwartungen und mehr Ängste und Sorgen. Es folgt das Bemühen, dem Anderen ein guter Ehepartner zu sein – und siehe da, aus einer vertraglichen Lebensgemeinschaft zweier Fremder entwickelt sich häufiger als erwartet eine tragfähige Liebesbeziehung.

Machen wir mit diesen Beobachtungen nun Werbung für arrangierte Ehen? Nein, überhaupt nicht. Romantik ist viel schöner, und die Entscheidung für den Partner fürs Leben hätten wir um nichts in der Welt aus der Hand geben wollen.

Blendende Gefühle

Der Punkt hier ist ausschließlich folgender: Lasst Euch von Euren romantischen Gefühlen nicht blenden. Sie sind wundervoll und stellen sich auch in einer jahrzehntelangen Ehe immer wieder ein. Aber sie sind nicht die ganze Geschichte. Die Wahrheit ist: Jede Ehe erlebt völlig unromantische, ärgerliche und verletzende Phasen. Paare in arrangierten Ehen erwarten nichts anderes. Wir Romantiker müssen erst lernen, damit konstruktiv umzugehen.

 

 

 

Ringe-s

Der günstigste Zeitpunkt, Eure #Ehe zu verbessern, ist, wenn’s in Eurer Ehe gerade GUT läuft. Dann fällt es am leichtesten, die Spirale weiter nach oben zu drehen.

www.geliebtes-leben.de

Die #Ehe ist exklusiv – wir sagen zu EINEM Menschen JA! EgoArtZ / Pixabay

 

 

 

 

 

Die Paartherapeuten Hans Jellouschek und Bettina Jellouschek-Otto haben der Stuttgarter Zeitung kürzlich ein Interview gegeben. Hier der letzte Abschnitt:

Frage: Manche Paare trennen ihre Liebe von der Sexualität und erlauben sich Seitensprünge.

Bettina J.-O.: Ich habe Paare beraten, die eine solche Vereinbarung getroffen hatten. Doch letztendlich hatte es sich gezeigt, dass die Seitensprünge die Basis ihrer Beziehung zerstörten, weil sie Verlustängste und Verletzungen erzeugten. Die Paare, die zu mir in die Therapie kamen, wollten nur noch Paare sein.

Hans J.: Ich bin überzeugt, dass Treue zu unseren Grundbedürfnissen gehört. Wir alle wollen jemand Vertrauten haben, der voll und ganz zu uns steht – auch in körperlicher Hinsicht.

Unser Kommentar: Wie lange soll es eigentlich noch dauern, bis unsere Gesellschaft die Lüge von der „freien Liebe“ zu Grabe trägt? Liebe ist exklusiv, und das ist wunderbar! Mit Konkurrenz kann sie schlecht umgehen, insbesondere bei der sexuellen Gemeinschaft. Das ist nicht kulturell anerzogen, sondern in uns Menschen hineingelegt. Die größte Glücksverheißung liegt in der monogamen Dauerbeziehung.

Verknalltsein ist keine Frage des Alters 🙂 / macadam13 / Pixabay

 

 

 

Zwei 50-Jährige Freunde in einer Wohnung. Einer steht am Fenster und sagt: „Schau mal an, da unten läuft die Frau, in die ich total verknallt bin.“ Der Andere eilt ebenfalls zum Fenster, schaut runter, und meint: „Blödmann, da läuft doch Deine Frau.“ – „Eben.“

Die meisten halten das nicht für möglich, dass man nach langen Jahren noch so richtig verliebt ist in seinen Ehepartner. Wenn es um Liebesgefühle geht, fühlen wir uns machtlos. Am Anfang sind sie da – oft im Übermaß -, aber nach nicht allzuvielen Jahren scheinen sie sich zu verflüchtigen wie der Duft eines Parfüms.

Den Partner „idealisieren“

Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass wir unsere Liebesgefühle doch mehr beeinflussen können als gedacht. Die Forscher haben Probanden anhand von Fotos in eine gute Stimmung im Blick auf ihren Partner und die gemeinsame Zukunft gebracht. Es ließ sich nachweisen: Wer seine positiven Empfindungen für den Partner gezielt verstärkt und wer ihn bewusst „idealisiert“, entwickelt stärkere Liebesgefühle. Man mag es nennen, wie man will: Positives Denken, Romantisierung, Selbstprogrammierung. Es hat jedenfalls einen messbaren Effekt: Wir lassen uns nicht von negativen Erfahrungen (die es in jeder Beziehung gibt) niederdrücken, sondern stärken die Stärken unserer Beziehung.

Konkrete Vorschläge:

  1.  Nimm ein hübsches Foto Deines Partners, schaue es bewusst mit verliebten Augen an. Erinnere Dich, was Du schon an Wundervollem und Beglückendem mit diesem Menschen erlebt hast.
  2.  Danke Deinem Partner heute für alles, was er oder sie in den letzten Stunden/Tagen für Dich, für die Familie, für Euer gemeinsames Leben gemacht hat.
  3.  Überrasche Deinen Partner mit einem kleinen Geschenk und der Notiz „Für den Menschen, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte“.

Siehe da: Die Gefühle kehren zurück, und sie werden stärker. Glaubt uns: Man kann auch nach 30 und mehr Ehejahren „verknallt“ ineinander sein.

 

 

 

Reden wir zu viel über Scheidung und zu wenig über die gelingende #Ehe? 3dman_eu / Pixabay

 

 

 

 

 

 

Es gibt viele Veranstaltungen und Vorträge zu Scheidungsrecht oder dazu, was nach einer Trennung zu beachten ist. Es gibt kaum Veranstaltungen zu Themen wie „So retten Sie Ihre #Ehe“ oder „Wie Ihre #Ehe besser wird“.

Helft Ihr mit, dass sich das ändert? Damit es an unseren Orten viel mehr Ermutigung für Paare gibt? Damit wir praktische Lebenshilfe geben, wie schwere Phasen zu vermeiden oder durchzustehen sind? Es ist Euren Einsatz wert, dass mehr Frauen und Männer bei ihrem Ja-Wort bleiben. Wenn Ehen buchstäblich „trag-fähig“ sind, werden sie zu einem Segen für die Familien und für die gesamte Gesellschaft.

 

 

Lecker frühstücken, Musik genießen, Impulse für die #Ehe bekommen. Habt Ihr Lust? Einladung_zum_Essen / Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit zu zweit: Frühstücken, gute Musik hören und Impulse für die eigene Partnerschaft bekommen. Das bietet das Ehefrühstück, das unser Team am

Samstag, 4. Februar, 9 Uhr

im ev. Gemeindehaus in Bad Urach-Sirchingen veranstaltet.

Mit dabei sind:

  • Beate & Manfred Renz, Ehemotivatoren, ausgebildet beim renommierten Schweizer Lisa-Eheatelier (keine Angst, die beiden sind Schwaben 😉 )
  • Melanie & Tobias Deußen aus Kirchheim/Teck, zwei hochbegabte Musiker, die zu ihren Tönen auch noch eine gute Botschaft haben.
  • und (hoffentlich) Ihr …

Die Vormittagsveranstaltung kostet 24 Euro pro Paar (!) und ist jeden Cent wert. Wenn Ihr Fragen habt oder dabei sein wollt, mailt an susanne [ät] geliebtes-leben.de.

 

Wir sehen uns in Sirchingen 🙂